Dienstag, 29. Mai 2012

Zu Pfingsten hören wir… in des Sturmes Brausen....

Zu Pfingsten hören wir…
- Es ist der Geburtstag der Kirche… die Gemeinde in Jerusalem wird vom verschreckten Häuflein zur wirksamen Kraft -  wie haben die es geschafft?
Apg: wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Ich habe es mitunter schon anklingen lassen, welches sind die Sprachen, die die Welt heute spricht, in die Gottes Wort übersetzt werden soll? -  Geht es um die vielen gesprochenen Sprachen – die Bibel ist doch längst in jede relevante Sprache übersetzt… Welche Sprache fehlt –
Ich gebe z.B. Facebook zu bedenken. – Viel Wirbel – gerade jetzt nach dem Börsegang… Viel Unklarheit darüber was mit den Daten geschieht? – ok, es ist aber ja das Bezeichnende, dass jede und jeder freiwillig gibt und dies mit „ einem Gefällt mir“ – ist das nicht eine Variante von „Guter Nachricht“ – ich denke das ist ein Teil des Erfolges von „Facebook“ – und nach wie vor das Markenzeichen… „ I like it“ – weil es im Prinzip von der Guten Nachricht ausgeht! … und wenn wir die Gute Nachricht über moderne Medien verbreiten ..  es kann uns dann nur recht sein, wenn diese Botschaft gespeichert wird und weiter verbreitet wird… Wir haben es in der Hand – bzw. in der Maustaste!  Letztlich sind wir die Sprache in der die Gute Nachricht „lebendig“ werden muß!

Galater: Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, 20Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, 21Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und ähnliches mehr

Ein echter Lasterkatalog –so sagen die Exegeten dazu, nein nicht noch ein biblisches Volk, die Bibelausleger nennen das so…

Wörtlich oder ernst? Wie nehmen wir es heute?

Wieder ernst?  Na schön, macht aber mehr Arbeit, das Ernstnehmen… weil wir tun das ja eh nicht… Unzucht…Götzendienst  .. Zaubererei… Streit.. ähm.. naja…
Die Richtung kriegen wir wörtlich auch auf die Reihe…  wir sollen das Gesetz erfüllen  - positiv füllen – I Like it!“…

Und was sind die aktuellen Lasterkataloge unserer Welt-Zeit?

Ich zähle mal auf: Geiz ist geil!; nichts gegen Sparsamkeit! Finanzkrise! Mehr mehr mehr… Aktueller Götzendienst: Gewinnmaximierung!  Shareholdervalue! Unredlichkeit – in der Politik… und in der Wirtschaft… unfair Trade… etc..

Joh: Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.

-         griechisch. – wir wissen wir kennen schon viele griechische Worte…

(phobie, mikro, zeugnis….. martyreite …. Martyrium…)  - Anekdote mit Kardinal Koch zum Thema Ökumene: -Zitat: „Die ökumenische Vereinigung ist gegeben im Martyrium … - der Blutzeugenschaft“  –  Zitat Ende!
aber ich hoffe auch im Zeugnis geben -  durch unseren Schweiß… in der Arbeit … in der Welt…

27Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.

Das ist jetzt unsere Hausaufgabe – zu überlegen wo kann ich diesen Zeugniszettel  (Kleiner papierzettel  mit Martyrium darauf… )als Christin, als Christ konkret verwirklichen ?

Sodass darin die Begeisterung die uns verheißen ist – dieses mit Beistand sein,  (Der Paraklet, der Tröster…. Der Heilige Geist… dass dieser Hl. Geist unter uns und in unserer WELT - real wird!

Amen

Sonntag, 20. Mai 2012

Mehrwert...

- damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
14Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.
15Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.
16Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
17Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.


Dies sagt Jesus – lt. Johannes, seinen Jüngern und er meint uns damit…

Fülle …. Ein Mehr als Genug…Mehr als Auskommen.. Fülle ist ein Plus…
In der Wirtschaft wird immer nach dem Mehrwert gesucht.. Wenn investiert wird, muss es einen Mehrwert geben…
Was kann unser christlicher Mehr-Wert sein?
-         Gemeinschaft, -
-         Ökumene
-         Gemeinsam sein…

Wir sind nicht von dieser Welt… wir gehören schon einer anderen Welt, die andere Kategorien kennt als Macht, Geld, Ruhm, Ehre, Anerkennung und Rechthaben…
Jesus sieht uns auch nicht als „im Paradiese“ ruhend, sondern herausgefordert in dem Sein in dieser Welt – er bittet nur, dass wir nicht untergehen in dieser Welt,- dem Bösen ganz und gar verfallen..

Er bittet um Heiligung…  und geheiligt sind wir durch Taufe, Sakramente, Gebete und Taten…

-         1. und 2. Wahl, das sind „unsere“ weltlichen Maßstäbe, aber Gott sagt einfach… Mensch, du bist meine Wahl! – So wie du bist. Nicht erst als Supermann, Supernanny, Präsident, Hr. Doktor, Frau Synodalrätin. Schon Mose hatte geklagt, für die Erwählung in so ein Amt nicht die 1. Wahl sein zu können, da er nicht alles kann was eigentlich gut und hilfreich und nützlich und notwenig wäre… aber Gott bleibt stur: Du bist meine Wahl, so wie du bist…

Durch meine Wahl bist du geheiligt…

Wir sind geheiligt durch die Wahl Gottes, sich den Menschen zu offenbaren…

Wir sind heilig und darin steckt unser Mehr-Wert, wir sind nicht nur 1,2…10 von 8 oder 9 Milliarden Menschen –derzeit – sondern wir sind Wolfgang, Marianne, Leo, Erika… Georg, Harald, Franz Josef, Philipp, Marlies, Edith, Katharina, Susanne, Ulli, Barbara, Willi, Marlene, …. Etc… wir sind nicht 1.2.3.. Wahl, wir sind Deine Wahl…
Und als diese Erwählten sind wir oft genug auch markante „Typen!“, habe ein Profil, unsere Ecken und Kanten, bleiben in Erinnerung…  ich erinnere an die Predigt vom letzten Jahr  Achten sie auf die Marke -  diese Hausmarke hier ist jene von Mautner Markhof…
Aber wir alle haben auch unsere eigene Marke, achten wir darauf, dass unsere Eigenart nicht aufgeht in dieser Welt!

Amen.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Ihr Männer von Galiläa,

Ihr Männer von Galiläa,
was steht ihr da und schaut zum Himmel?
Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist. Halleluja.



Was verbinden wir mit einer Himmelfahrt?

-          Feuerrösser, Himmelswagen, Raketen, … (eine Gummirakete fliegt durch den Kirchenraum…)

Hat einst Juri Gagarin nicht berichtet er hätte Gott dort oben nicht gesehen?

Eugen Drewermann versucht uns immer wieder auf die ursprünglichen Bilder der Bibel hinzuweisen, die mehr aussagen mit ihrer Bild-ungskraft als mit den angeblichen Fakten.
Nach wie vor gibt es viele Gläubige, die einfach wortwörtlich glauben wollen… und es teils auch können…

Welches sind die Bilder die hier vorgestellt werden?
Verkündet eine Frohe Botschaft – Evangelium – Froh- nicht Droh-Botschaft! – allen Geschöpfen – erlöste Natur!
Durch Taufe, Umkehr geschieht dies – Rettung… ohne Glaube bleibt eine verdammt nüchterne Bilanz.
Zeichen geschehen. Wo sind die Dämonen, die heute auszutreiben wären?
Profitgier, Ausbeutung, Ignoranz, Nationalismus, Fundamentalismus…
Welche Sprachen müssen wir heute sprechen? Liebe, Facebook? Netspeak?
Welche Schlangen können wir uns trauen anzufassen, welches tödliche Gift können wir neutralisieren?
Vorurteile abbauen, Hindernisse überwinden…
Welche Krankheiten können wir heute heilen, wenn wir die Hände auflegen, unsere Sozialabgaben leisten?


Drewermann postuliert Jesus als den Anti-Himmelfahrtshelden… nicht wie die antiken Vorbilder mit Superkräften…
Er sieht Himmelfahrt als das gemütlichste, geruhsamste aller Kirchenfeste… sanft und unaufdringlich…

Lassen wir dieses Bild – ur-Bild – archetypisch auf uns wirken …

Sehen und spüren wir es… meditieren wir es…
Hier den Himmel (Himmelsbild)…hier die Wolken … himmlische, gesegnete Watte…
Nehmen wir diesen Himmel mit – er ist immer bei uns… in himmlischer Ruh….

…

Amen

Sonntag, 8. April 2012

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt….

Predigt: 5. Fastensonntag  LJ B / 25.3.2012

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt….

Ein Symbol. Alt, beeindruckend; Basis für unsere Zivilisationen. Erst als der Mensch lernte sich von Ackerbau zu ernähren, wurde die Gemeinschaft und die größere Zusammenarbeit und die komplexere Arbeitsteilung möglich!...

Ägypten! -  Das Land in welchem die Zivilisation mit dieser komplexen Form der Staatsentwicklung begann und bleibende Monumente schuf die bis heute bestehen. Die Kultur ging verloren. Der damals gelegte Grundstock und die gedanklichen Samen, sie gelten bis heute und bringen nach wie vor Frucht!

-         Das Bild vom Weizenkorn … Symbol … Jesus, der Theologe Johannes, greift es auf!...

Schon im alten Ägypten ist dieses gebräuchlich -  eine unsterbliche Seele und dennoch ein Übergang durch den Tod….

Und dennoch; die Hochkultur Ägyptens mit den Errungenschaften die wir so preisen… auch die Errungenschaft der Sklaverei gehört dann dazu… die Schattenseite. Das unterdrückte Volk; die Fremden, sie sind damals schon Thema… wie heute. Und das Volk, dessen Errettung aus der Knechtschaft wir bald in Ostern feiern…das unsere Wurzel für das Christentum ist, es ist nach wie vor ein verstocktes Volk, so wie auch wir Christen verstockt sind. Die Vision des Propheten Jeremia, dass das Gesetz in unsere Herzen gelegt sein möge, sie ist nach wie vor schall und rauch… Das Judentum, welches schon so viel Verfolgung erlitten hat und erleidet, es bleibt  -um es mit prophetischen Worten auszudrücken: „Jerusalem als Taumelschale für die Völker!“ ja für die ganze Welt…

Sacharja 12,1-3 erinnern: „Ausspruch des Wortes des HERRN über Israel. Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und des Menschen Geist in seinem Innern bildet: Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum; und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung von Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich Jerusalem zu einem Laststein für alle Völker machen: Alle, die ihn aufladen wollen, werden sich gewiss daran verwunden. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.“

Und auch wir Christen… die Story um den Schwulen PGR  - die röm.kath.Kirche – blamabel.
Nicht dass es bei uns nicht auch Blamables gebe… unsere Strukturen haben halt Veränderungen und Lernprozesse ermöglicht.
Nicht dass es bei uns nicht auch Blamables gebe… wir haben vor unseren Türen auch immer wieder zu kehren…  wir sind uns der Aufgabe bewusst… Wir sollen Licht sein und bringen oft nicht genügend Funken für das Feuer der Begeisterung…

Jesus legt sich wie das Weizenkorn… hin zum Schlaf des Todes – und vertraut auf das Auferstehen der Frucht – vielfältig..


Legen auch wir, symbolisch, uns und unsere Kraft in den Schlaf des irdenen Bettes der Erde.

Tun wir dies und schauen wir ob es Ergebnisse bringt… Frucht bringt!


Ich habe Samen mitgebracht.
Wir gehen jetzt hinaus in den Garten dieser Kirche, und obwohl wir weggehen von hier, das ist unser letzter regulärer Gottesdienst hier….legen wir Samen, hoffen wir dass Samen wachsen werden, vielleicht ernten nicht wir… aber Hauptsache es wächst..


(Und zumindest die Kressesamen sind herrlich aufgegangen!)

Die Wirkungsgeschichte der Auferstehung:

Die Wirkungsgeschichte der Auferstehung:

Predigt zum Ostermontag 2012

(Ausgehend von den Lesungen:)

Die Apg und darin Petrus argumentiert mit der Heils-Geschichte… und damit dass Geist ausgegossen wird…

Paulus legt noch mal dar, dass er ein Evangelium verkündet hat… und er benennt Zeugen; die 12, 500 weitere Brüder…. Die Apostel

Und er selbst nennt sich auch als Zeugen… als unerwarteten Zeugen…… und wir sind es heute, Diese Zeugen!  -Männer und Frauen (?)

Aber er sagt auch: ob nun ich verkündige oder die anderen… es geht um die Botschaft.

Das Evangelium nach Lukas ist heut der Klassiker: Emmaus…

Hier passiert das, was wir heute hier auch tun. Wir erkennen Jesus beim Lobpreis der über das Brot gesprochen wird.
Gleichsam das „Erste Abendmahl“ nach der Auferstehung, das Modell für das was hier heute passiert – damals noch gänzlich ohne jede kirchliche Hierarchie!
Ich, als Diakon tue Sakramentenrechtlich sogar „weniger“:
Aber ich frage mich, ich frage Euch, ist der Herr nicht schon unter uns gegenwärtig?
Brennt nicht unser Herz auch jetzt schon?

Ich möchte die heutige Geschichte aus der Position heraus erzählen, die gar nicht erwähnt wird:

Aus der Sicht des leeren Grabes und den Leinentuches darin…
Der Altar hat nach wie vor – als Erinnerung an das Grabtuch Christi – ein weißes Linnen da liegen!

Was hat das Leinentuch wohl zu berichten?

Es wurde gemacht. Wohl von Frauen, die hatten Zeit dazu, so wie auch heute in der Welt die Frauen oft die „billigsten“ Arbeitskräfte sind, wenn sie denn überhaupt ein eigenes Einkommen erhalten. (Equal Pay Day)
Das Leinentuch wurde dann hergenommen um einen Verstorbenen einzuwickeln. Ein Gekreuzigter, wohl ein Schwerverbrecher oder ein „Terrorist“ würden wir heute meinen.
Und dann irgendwann in der Nacht, kurz vor Morgengrauen, das Leinentuch träumte gerade von einer glanzvollen Zukunft als Teil eines Krönungsgewandes für einen König, da verschwand der Leichnam. Das Leinentuch konnte sich nicht erinnern, ob er sich einfach in Luft auflöste oder ob vielleicht jemand den Körper entwendet hatte – wie es darnach die „anti-christliche“ Propaganda lancierte. (Mt. 28.15)

Jedenfalls bemerkte das Leinentuch, dass es licht wurde und sich Schritte näherten. Stimmen waren hörbar. Frauenstimmen. Das Leinentuch erkannte gleich ihre Stimmen. Maria, die aus Magdala und Maria, genannt die andere Maria… Sie hatten vor zwei Tagen schon bei der Grablegung geholfen. Als die Frauen das leere Leinentuch sahen, wurden die Stimmen lauter. Verwunderte Rufe! Diebstahl! wurde geschrien! Aber es gab noch viel mehr Licht, sodass das Leinentuch gar nichts mehr sehen konnte, so geblendet war es. Jemand sprach: „Fürchtet euch nicht…“ und gab den Frauen Handlungsanweisungen…
Wer dieser Jemand war, dazu konnte das Leinentuch später keine Auskünfte mehr geben. Es war ja auch nur ein Leinentuch. Was konnte es schon groß bezeugen?

Wer kann denn auch Zeugnis ablegen für das was geschehen ist?
Eine Frau? Nicht mal zwei Frauen!
Wir haben es ja in den heutigen Lesungen gehört oder besser auch nicht gehört.  Petrus redet von den 11 – allesamt Männer! Paulus, der natürlich erst recht: die 12, die 500 „Brüder“ – gr. „adelphoi“ –bestenfalls „mitgemeint“. Jakobus wird namentlich erwähnt und alle Apostel. Sind vielleicht bei den Aposteln auch einige Frauen dabei? Gut möglich! Bestimmt sogar!

Die vom Leintuch in unserer Geschichte erwähnte Maria, die von Magdala, wird auch als Apostelin der Apostel bezeichnet, weil sie es ist, die die Nachricht von der Auferstehung den anderen kundtut! Aber Frauen wurden als Zeugen heute nicht genannt! – Bestenfalls: Zitat Lk.24,22:“ Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt“
Für mehr reicht es nicht? – Gut es war damals ein Männerrecht: Frauen nicht Zeugnisfähig. Ist es diese Lehre die die röm.kath. Kirche nach wie vor aus den Berichten zieht: „Keine Frauen am Altar!?“
Ist es das wirklich? Der Weisheit der heutigen Lesungen letzter Schluss?

Ich habe einen Zeugen für das Geschehen in jener Nacht, der Osternacht mitgebracht:

- Was ist das? – Einwenig klein für ein Brillenputztuch? Ja, es ist auch keine Microfaser: Baumwolle: das Linnen unserer Zeit!

Ein Stück vom Leinentuch. Es erzählt uns gerne die Geschichte und was darnach noch alles geschehen ist. Es trägt das Symbol dafür aufgedruckt: den Fisch – das Erkennungszeichen der Christen … der Fisch war zuerst mehr „Logo und Brand“ war mehr „Erkennungs –Marke als das Kreuz! 

-         Austeilung der Leinenstücke

Doch zurück zu meiner letzten großen Frage: Ist es das wirklich? Der Weisheit der heutigen Lesungen letzter Schluss? Keine Frauen?

Die Lesungen selbst geben mir die Antwort, uns zwar in dem Teil, den wir heute nicht gelesen haben… Apg Vers 15-22 ließen wir aus. Wäre ja sonst zu lange geworden!

16 sondern jetzt geschieht, was durch den Propheten Joël gesagt worden ist:
17 In den letzten Tagen wird es geschehen, /
so spricht Gott:  / Ich werde von meinem Geist ausgießen / über alles Fleisch. / Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, / eure jungen Männer werden Visionen haben, / und eure Alten werden Träume haben.
18 Auch über meine Knechte und Mägde /
werde ich von meinem Geist ausgießen / in jenen Tagen und sie werden Propheten sein.
21 Und es wird geschehen: /
Jeder, der den Namen des Herrn anruft, / wird gerettet.

Amen!

Freitag, 24. Februar 2012

Unser Platz in der Heilsgeschichte. - Sternenstaub

Unser Platz in der Heilsgeschichte.

Die erste Lesung stammt aus dem Buch Genesis – der Titel ist uns bekannt… übersetzt bedeutet es Entstehung – im Hebräischen nach dem ersten Wort benannt: Bereschit – Im Anfang.

-         Da steht viel über die christlich-jüdische Ur-Geschichte drinnen. Da wird Glaubensgeschichte erzählt. Die Erfahrungen des Gottesvolkes werden hier verarbeitet und theologische Aussagen getroffen. Es geht – wiedermal nicht darum die Dinge wörtlich zu nehmen – sondern ernst!
-         Wobei es auch geschichtlich klar ist, dass im Umfeld des israelitischen Volkes Erfahrungen von gigantischen Fluten in der Erinnerung der Völker da waren. Nicht nur von lokalen Sturzfluten – die Überflutung der Ebene die das Schwarze Meer bedeckt ist ja z.B. wirklich keine Kleinigkeit. – Auch das Zweistromland hat mit den beiden großen Flüssen – Euphrat und Tigris  sicherlich einige Flutkatastrophen erlebt.
-         Was ist die Essenz der Glaubensgeschichte für das Volk Israel? Dass Gott ein verlässlicher Bündnispartner ist, der auch in, durch und nach Katastrophen da ist.
-         Erstaunlicherweise hat die Erdgeschichte ja schon einige Katastrophen überstanden, und gewisse Katastrophen haben unsere Existenz erst möglich gemacht. Ein großer Meteorit der vor 65 Mio Jahren die Dinos aus dem Weg geräumt hat… Platz geschaffen hat für die Säugetiere –zu denen wir ja auch gehören…
-         Der Bund Gottes – ist beständig, auch in der Not…
-         Und auch in unseren Zeiten sind Katastrophen immer wieder da. Fukushima ist gerade mal ein Jahr her. Die Spuren der großen Flutwelle sind nach wie vor nicht alle beseitigt – Trümmerinseln schwimmen noch immer im Pazifik. Von dem Problem im Atomkraftwerk ganz zu schweigen. Was kann dem Menschen sicher bleiben?

In all die Not hinein spricht die Bibel uns und dem Volk Gottes immer wieder Mut zu. – Egal ob im babylonischen Exil, oder in persönlichen Katastrophen….
Und die Bibel spricht dem einen Medium, welches katastrophal vernichtet, auch die Kraft zu durch die Katastrophe zu führen und die menschliche Seele für das Heil zu bewahren.
Das Wasser – in der Flut eine Bedrohung – in der Taufe ein Zeichen des Heils.
So heißt es ja im Petrusbrief: …durch das Wasser gerettet.
21Dem entspricht die Taufe, die jetzt euch rettet. Sie dient nicht dazu, den Körper von Schmutz zu reinigen, sondern sie ist eine Bitte an Gott um ein reines Gewissen aufgrund der Auferstehung Jesu Christi,

Petrus – als angenommener Verfasser spricht auch schon aus einer Zeit der Verfolgung und Not heraus…Kaiser Nero…das sagt uns schon was…

Aber welches Zeichen hat Gott mit dem Wasser uns noch gegeben? Ein Zeichen dass sich durch Regentropfen und Licht am Himmel als Zeichen des Bundes immer wieder mal zeigt?

-         Als sichtbares Zeichen möchte ich hier einige Seifenblasen blasen… Regenbögen zum Anfassen!


Diese Seifenblasen sind ein bezeichnendes Element des heutigen Wort-Gottes-Dienstes. Zeichen des Bundes! Regenbogen!

Im Evangelium kommt noch ein anderes zum Ausdruck: Die Zeit ist eine erfüllte Zeit – Das Reich Gottes – das Ge-Bundene Reich – es ist nahe.  Kehrt um – bekehrt Euch – glaubt – ja stellt euch in das Evangelium. Eu-angelion – die Gute Botschaft…  Wir haben jetzt 40 Tage Zeit um uns dem Wesentlichen zuzuwenden. – In dem wir Überflüssiges weglassen – Wir reden vom Fasten -  wir wollen überflüssige Kalorien – die uns nur belasten – weglassen – Wir sollen uns natürlich auch von anderen überflüssigen Dingen befreien - - körperliches Fasten ist nur ein Aspekt. Psychologisch haben wir bestimmt mehr, worauf wir mal verzichten sollten oder wo wir als Zeichen der Umkehr mehr tun sollten. Mehr Bewegung – weniger Fernsehen? Mehr gutes Erzählen – Gute Nachricht verbreiten – weniger Gerüchte in die Welt setzen!

Der Aschermittwoch hat dem närrischen Treiben ein Ende gesetzt – mit einem Memento das uns Menschen unseren Platz in der großen Geschichte zeigt.

Bedenke, Mensch, dass du Staub bist
und wieder zum Staub zurückkehren wirst.

Wir sehen darin ein Zeichen der Vergänglichkeit – was es auch ist…

Aber dieser Staub – das was wir letztlich sind – es ist Sternenstaub. Jedes Atom das uns hier Halt und Festigkeit und Leben verleiht, es wurde erst möglich in dem Sterne in gigantische Staubwolken explodiert sind. Die ersten Wasserstoffatome nach dem Urknall mussten sich erst mal in Sonnen fusionieren und zu Helium zusammenfinden! … Milliarden Jahre an Vorgeschichte -  sie liegt in diesem Staub und in uns… und wir sind ein Teil davon – ein Staubteilchen – nicht mehr und nicht weniger:

(Es folgt die Verteilung des Aschenkreuzes) - Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium.

Samstag, 24. Dezember 2011

Vorfahrt für den Kinderwagen

Predigt 25.12.2011

Der Prophet Jesaja und die Urchristen sie leiten uns auf das Wesentliche...
theologisch vielfältig ausgedrückt ...auf allen Kanälen  /Ebenen Gott ist Mensch geworden.... In der Menschheitsgeschichte... Hat sich etwas verdeutlicht ... Nicht aus heiterem Himmel ..sondern von langer Hand vorbereitet… vorhergesehen...
Dass die Zeit kommt wo den Menschen klar wird, dass das GOETZLICHE nicht unser Wesen ist, sondern das GÖTTLICHE ...
Theologen unter uns mögen jetzt den Begriff Wesen hier nicht mit göttlichen Wesenheiten gleichsetzen. Das ist keine theologisch dogmatische Abhandlung ... Es soll eine Weihnachtspredigt werden...

Wie drückt sich das aus? Menschwerdung !

Die Schöpfungsgeschichte   lässt Gott Leben und Geist einhauchen...
Eine andere jüdische Geschichte, die vom Golem ...
Ein Wort ... Ein Name ist es der aus toter Materie LEBENDIGES schafft... Der Name Gottes
Unsere Wissenschaft versucht mit Computern und Elektronik ähnliches..

Johannes der Evangelist lässt dieses Wort heute noch einmal inkarnieren... Lat. für Fleischwerden

Es ist nicht vom Himmel gefallen...
Kam es von selbst ? Braucht es einen Gott dazu? Gott als Begriff ist nach wie vor schwer belastet... Von einem heidnischen Gottesbild... Vom Menschenbild ausgehend ...wird Gott gedacht ... Aber Weihnachten sagt es uns gerade umgekehrt... Gott ist Mensch geworden damit wir ihm ähnlicher werden und nicht er unser Abbild wird... Das wäre ja fatal.. Es ist fatal... Es passiert immer wieder...wir holen Gott auf unser Niveau .. Was ist das für ein Niveau? Krieg, Hass und Neid.... Hunger und Not .. Unnötige NOT!!!
Wenn wir Gott auf unser Niveau herunter holen... Verlieren wir ihn....
Wenn wir anerkennen, dass Gott sich auf unseren Level begibt um uns in seine Schöpfung und seinen PLAN einzubinden, dann beginnen wir zu verstehen, dass hier etwas wächst ....

Alles fängt mal klein an.... Menschlich gesprochen mit einer Kindheit....
Als begreifbares Zeichen, als Symbol habe ich hier einen Kinderwagen... (Aus Papier...)

(austeilen und ansehen)

Das löst doch Mutter- und Vaterinstinkte – Oma und Opa-Instinkte bei uns aus -oder...? Lassen wir dieses Bild in uns wirken.... Jesus... Die Botschaft von Gott ist ...ist uns geboren.... Wiedermal...
Lassen wir ihn in uns wachsen? Werden wir mit ihm spazieren gehen? Werden wir ihn warmhalten? Werden wir ihm Nahrung geben? Geistliche Nahrung? Werden wir ihm Vater und Mutter sein, dem Göttlichen Funken? So wie Josef und Maria? Oder werden wir vergessen, dass wir mehr sind als Sternenstaub? Werden wir Gott herunternivellieren? Auf unser Niveau?

Sehen wir auf den Kinderwagen ... Probieren wir es wiedermal! sorgen wir für das göttliche Kind in uns. Frohe und gesegnete Weihnacht!