Sonntag, 1. Juli 2012

1. Juli 2012 - 13. So i.Jk Frauengeschichten

Predigt – 1. Juli 2012 -  13. So i.Jk
Zum Text aus dem Buch der Weisheit…

Wenn wir uns im Leben schon unserer lebendigen Unsterblichkeit zuwenden, dann haben wir mehr vom Leben… und nicht schon jetzt das Gift des Todes…. Der Neid wird uns als so ein teuflisches Gift vorgestellt… Die Weisheitsliteratur versucht uns hier schon recht konkret auf gewisse Hindernisse hinzuweisen… nichtzuletzt wegen solcher Formulierungen ist das Buch der Weisheit nicht in jedem Kanon, jedem „Katalog der biblischen Bücher“ zu finden… weil es NEUE Sichtweisen in die jüdische Theologie bringt die etwas unorthodox sind…

In unsere „christliche“ Bibelwelt hat das Bild vom Teufel aber auch sehr gut eingeschlagen…

Und so ein Teufel lässt sich auch gut verkaufen..  ich erinnere mich da an den Film:
In einer kleinen Stadt (alternativer Fernsehtitel: Needful Things – In einer kleinen Stadt; Originaltitel: Needful Things) ist ein US-amerikanischer Horrorthriller aus dem Jahr 1993. anhand des Romans In einer kleinen Stadt von Stephen King.
Aber darüber können wir beim Kirchenkaffee plaudern..

Korintherbrief heute – passt der Thematisch zum Thema des Evangeliums?
Es ist aber natürlich für eine kleine Gemeinde wie uns ein wichtiges Thema, wie können wir, die wir viele Ausgaben haben und wenige die Sammeln, wie können wir überleben?

Durch einen Ausgleich… Ausgleich zwischen REICHEN und ARMEN…
Da haben wir wieder das Thema: Neid – die Reichen Länder helfen denen die finanzielle Probleme haben…  helfen die Gemeinden die haben denen die brauchen?
Eine Karikatur diese Woche…

Ein Sandler auf der Parkbank: „Ich lebe von der staatlichen Stütze“… der Banker aus dem Hochhaus nebenan: „Ich auch!“

Ich glaube wenn wir auf der Welt für mehr Ausgleich sorgen, geht es uns allen besser und den Reichen immer noch gut genug!

Das Evangelium heute: eine Frauengeschichte – sollte eigentlich von einer Frau erzählt werden, in unserer Kirche ist dies wenigstens möglich…

2 Geschichten ineinander Verschachtelt… Schachtelperikope…
Die Geschichte des Töchterleins, an der Schwelle zum Erwachsenenwerden… 12 Jahre alt …  aber womöglich der ganze Stolz des Vaters dessen angesehener Beruf – Synagogenvorsteher – vielleicht mit dem eines Pastors/Pfarrers korrespondiert.. und Kinder solcher Persönlichkeiten haben es oft nicht leicht…  Namenlos ist dieses Kind … das zeigt uns die Abhängigkeit vom Vater, und der Vater, sorgt sich um dieses Kind, obwohl es „nur“ ein Mädchen ist…
Jesus willigt ein zu Hilfe zu kommen…
Da – eine Steigerung der Spannung – kommt etwas dazwischen – eine andere Frauengeschichte: 12 Jahre  Krankheit, eine Erkrankung die die Frau quasi zur Aussätzigen macht… Blutungen… „kultische Unreinheit“  Den Umgang mit Menschen muss sie sich wahrscheinlich durch die behandelten Ärzte erkaufen… doch sie wagt es, sich etwas herauszunehmen, gegen die Vorschriften, „niemanden Berühren, du machst damit alle „unrein“….  Jesus „bemerkt“ gleichsam, diesen Akt – unsichtbar für die Menge und die Jünger, aber Jesus, bzw. der Evangelist  Markus stellt uns vor Augen, dass Jesus bereit ist darüber zu sprechen, dass eine unreine Frau ihn berührt hat… und er fürchtet sich nicht vor der kultischen Unreinheit… er verkehrt diese Unreinheit in Heilung! Die Frau bekennt, steht zu sich und wird bleibt dafür geheilt… Psychologisch eine interessante Geschichte!
Bei Drewermann beispielhaft nachzulesen!
Und die erste Geschichte geht weiter, ein negativer Höhepunkt: Das Töchterlein, es sei schon tot, der Meister nicht mehr zu bemühen…
Die Frage ob es im medizinischen Sinne, „klinisch“ tot ist, interessiert nur uns hier, aber in der Geschichte geht es wohl um was ANDERES… Jesus geht mit, insistiert darauf zum Mädchen gebracht zu werden, er „schmeißt“ die Anderen raus… er schafft Raum für das Wunder, das  Wunder, dass das Mädchen zur Frau wird, es zu essen bekommen soll, genährt wird und dass es keinen Trubel darum geben soll, keine Presse! – Das Mädchen, die junge Frau, sie soll ihr eigenes Leben, welches sie nun erhalten hat, leben dürfen! Die Über-Fürsorge des Vaters und die Abhängigkeit vom Vater, hätte den Tod bedeutet, aber so kam Bewegung ins Spiel und neues Leben! So wie auch die geheilte Frau ein neues Leben bekommen hat in dem sie wieder teilnehmen kann am Leben der Gemeinschaft!
Auch wir sind aufgerufen Teil zu nehmen am Leben der Gemeinde! Amen.

Montag, 11. Juni 2012

Adam, warum versteckst du dich?

Nachdem Adam von der Frucht des Baumes gegessen hatte, rief Gott, der Herr, ihm zu und sprach: Wo bist du?

Adam, wo bist du? – Weiß der allmächtige, allwissende Gott nicht wo sein Geschöpf ist? – nehmen wir die Bibel ernst -  oder wörtlich…

Ok, nehmen wir die Bibel wieder ernst, dann behaupte ich, dass Gott den Menschen, den Adam fragt weil er seine Verantwortung für seine Taten übernehmen soll. – Keine Ausreden! – Adam gibt Schuld der Eva, Eva gibt Schuld der Schlange.. Schlange muß fortan kriechen… Fall gelöst. Adam „unschuldig“. Bei uns Menschen gilt selten die „Unschuldsvermutung“, die wir derzeit in sämtlichen Untersuchungsausschüssen immer wieder „VORANSTELLEN“….

Adam, wo bist du? Übernimm Verantwortung für deine Taten! Sei doch ein Mann und kein Wurm!
Wenn du tötest,  schiebe die Verantwortung nicht auf „mich“ ab. „Lieber Gott, die haben gesündigt und müssen von der Erde getilgt werden!“ – Übernimm Verantwortung Adam!
„Der oder die hat meine „Mutter“ beleidigt, meine Familien entehrt… da musste ich Gewalt anwenden…“
 Adam, Worte sind mächtig und können verletzen… Aber du hast einen Verstand und solltest ihn gebrauchen! Rede dich nicht draus… Übernimm Verantwortung Adam!

Adam wo bist du, wenn du Profit über Menschenwürde, Profit über das Leben, Profit über die Wahrheit stellst?

Adam, warum versteckst du dich? – (nachdenkliche Pause!)



Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel.


So sagt Paulus… was erkennen wir daraus? – Ja, das Paulus von Beruf „Zeltmacher“ war – ein Leder- und Stoffverarbeiter (Vergl. Den Sattler, den es bei uns kaum mehr gibt..) … und dass die Gemeindewohnung im hier und jetzt im Himmel durch was „besseres“ ersetzt wird? Ein ewiges Haus?! – so ewig wie die Pyramiden?
Paulus ist ein Überzeugter, er will uns Mut machen. „Alles wird gut!“ …. Investieren wir in unseren Glauben… wir auch der ROI der Return of Invest stimmen, dann, im Jenseits…

Und Kirche wäre auch dazu da den ROI schon jetzt spürbar zu machen mit Gemeinschaft und  guten Werken …


Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen;
Das ist doch die Erlösung für alle „echten Wiener“ – die Motschgara und Vernadara… se keman do a olle in den Hümml! – wenn sie bereuen…

29wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.

Ha, das ist doch wieder die Rettung für alle die Moralisten, die den Menschen doch wiederum Vorhaltungen machen, dass es wichtig ist alle Regeln peinlich genau zu befolgen, sonst kommt es am Ende doch zur Sünde die nicht vergeben werden kann… - Kann nicht vergeben werden? Warum nicht? – Wo doch Gottes Barmherzigkeit „unendlich“ ist… ?

Was ist diese Sünde wider den Hl. Geist? -  Das ist Handeln wider besseres Wissen. Tun, was falsch ist und Mann/Frau weiß es! Und doch daran festhalten und es legitimieren wollen. „Weil es alle tun! Weil ich sonst zugeben müsste… etwas Falsches getan zu haben. Weil es meine weiße Weste befleckt… Ein Atomkraftwerk bauen, wo ich doch weiß, dass ich die Lasten der Energieerzeugung meinen Generationen nach mir aufbürde! – Ich bin ja lange schon tot, wenn die anderen noch Probleme mit dem radioaktiven Müll haben werden!

Sünde wider die Erkenntnis. Zu sagen Frauen „können das nicht weil sie Frau sind!“ – Was können Frauen denn nicht was Männer können? Mir fällt nur ein was Männer nicht können!

Die Sünde wider den Heiligen Geist passiert wo mann/frau wegsieht -  um so zu tun als wüsste mann/frau es nicht besser!...

Folter, Kriege, Umweltzerstörung, Missbrauch! –

Adam – wo bist du? – (nachdenkliche Pause)

Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Geschwister.
35Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

-         Wenn wir hier bei unserem Bruder zusammensitzen… dann dürfen wir uns als Familie fühlen… als  eine, die anders ist als die genealogische und biologische Familie, die anders ist als die bürgerliche Familie, die anders ist als die Familie die im Parteiprogramm und im röm.kath. Katechismus steht. Eine Familie die ist, wie sie ist… mit Verwandtschaft die mann/frau sich nicht immer aussuchen kann. Und dennoch .. Familie…
-          Adam hier bist du!
-        
Amen

Dienstag, 29. Mai 2012

Zu Pfingsten hören wir… in des Sturmes Brausen....

Zu Pfingsten hören wir…
- Es ist der Geburtstag der Kirche… die Gemeinde in Jerusalem wird vom verschreckten Häuflein zur wirksamen Kraft -  wie haben die es geschafft?
Apg: wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Ich habe es mitunter schon anklingen lassen, welches sind die Sprachen, die die Welt heute spricht, in die Gottes Wort übersetzt werden soll? -  Geht es um die vielen gesprochenen Sprachen – die Bibel ist doch längst in jede relevante Sprache übersetzt… Welche Sprache fehlt –
Ich gebe z.B. Facebook zu bedenken. – Viel Wirbel – gerade jetzt nach dem Börsegang… Viel Unklarheit darüber was mit den Daten geschieht? – ok, es ist aber ja das Bezeichnende, dass jede und jeder freiwillig gibt und dies mit „ einem Gefällt mir“ – ist das nicht eine Variante von „Guter Nachricht“ – ich denke das ist ein Teil des Erfolges von „Facebook“ – und nach wie vor das Markenzeichen… „ I like it“ – weil es im Prinzip von der Guten Nachricht ausgeht! … und wenn wir die Gute Nachricht über moderne Medien verbreiten ..  es kann uns dann nur recht sein, wenn diese Botschaft gespeichert wird und weiter verbreitet wird… Wir haben es in der Hand – bzw. in der Maustaste!  Letztlich sind wir die Sprache in der die Gute Nachricht „lebendig“ werden muß!

Galater: Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, 20Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, 21Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und ähnliches mehr

Ein echter Lasterkatalog –so sagen die Exegeten dazu, nein nicht noch ein biblisches Volk, die Bibelausleger nennen das so…

Wörtlich oder ernst? Wie nehmen wir es heute?

Wieder ernst?  Na schön, macht aber mehr Arbeit, das Ernstnehmen… weil wir tun das ja eh nicht… Unzucht…Götzendienst  .. Zaubererei… Streit.. ähm.. naja…
Die Richtung kriegen wir wörtlich auch auf die Reihe…  wir sollen das Gesetz erfüllen  - positiv füllen – I Like it!“…

Und was sind die aktuellen Lasterkataloge unserer Welt-Zeit?

Ich zähle mal auf: Geiz ist geil!; nichts gegen Sparsamkeit! Finanzkrise! Mehr mehr mehr… Aktueller Götzendienst: Gewinnmaximierung!  Shareholdervalue! Unredlichkeit – in der Politik… und in der Wirtschaft… unfair Trade… etc..

Joh: Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.

-         griechisch. – wir wissen wir kennen schon viele griechische Worte…

(phobie, mikro, zeugnis….. martyreite …. Martyrium…)  - Anekdote mit Kardinal Koch zum Thema Ökumene: -Zitat: „Die ökumenische Vereinigung ist gegeben im Martyrium … - der Blutzeugenschaft“  –  Zitat Ende!
aber ich hoffe auch im Zeugnis geben -  durch unseren Schweiß… in der Arbeit … in der Welt…

27Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.

Das ist jetzt unsere Hausaufgabe – zu überlegen wo kann ich diesen Zeugniszettel  (Kleiner papierzettel  mit Martyrium darauf… )als Christin, als Christ konkret verwirklichen ?

Sodass darin die Begeisterung die uns verheißen ist – dieses mit Beistand sein,  (Der Paraklet, der Tröster…. Der Heilige Geist… dass dieser Hl. Geist unter uns und in unserer WELT - real wird!

Amen

Sonntag, 20. Mai 2012

Mehrwert...

- damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
14Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.
15Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.
16Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
17Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.


Dies sagt Jesus – lt. Johannes, seinen Jüngern und er meint uns damit…

Fülle …. Ein Mehr als Genug…Mehr als Auskommen.. Fülle ist ein Plus…
In der Wirtschaft wird immer nach dem Mehrwert gesucht.. Wenn investiert wird, muss es einen Mehrwert geben…
Was kann unser christlicher Mehr-Wert sein?
-         Gemeinschaft, -
-         Ökumene
-         Gemeinsam sein…

Wir sind nicht von dieser Welt… wir gehören schon einer anderen Welt, die andere Kategorien kennt als Macht, Geld, Ruhm, Ehre, Anerkennung und Rechthaben…
Jesus sieht uns auch nicht als „im Paradiese“ ruhend, sondern herausgefordert in dem Sein in dieser Welt – er bittet nur, dass wir nicht untergehen in dieser Welt,- dem Bösen ganz und gar verfallen..

Er bittet um Heiligung…  und geheiligt sind wir durch Taufe, Sakramente, Gebete und Taten…

-         1. und 2. Wahl, das sind „unsere“ weltlichen Maßstäbe, aber Gott sagt einfach… Mensch, du bist meine Wahl! – So wie du bist. Nicht erst als Supermann, Supernanny, Präsident, Hr. Doktor, Frau Synodalrätin. Schon Mose hatte geklagt, für die Erwählung in so ein Amt nicht die 1. Wahl sein zu können, da er nicht alles kann was eigentlich gut und hilfreich und nützlich und notwenig wäre… aber Gott bleibt stur: Du bist meine Wahl, so wie du bist…

Durch meine Wahl bist du geheiligt…

Wir sind geheiligt durch die Wahl Gottes, sich den Menschen zu offenbaren…

Wir sind heilig und darin steckt unser Mehr-Wert, wir sind nicht nur 1,2…10 von 8 oder 9 Milliarden Menschen –derzeit – sondern wir sind Wolfgang, Marianne, Leo, Erika… Georg, Harald, Franz Josef, Philipp, Marlies, Edith, Katharina, Susanne, Ulli, Barbara, Willi, Marlene, …. Etc… wir sind nicht 1.2.3.. Wahl, wir sind Deine Wahl…
Und als diese Erwählten sind wir oft genug auch markante „Typen!“, habe ein Profil, unsere Ecken und Kanten, bleiben in Erinnerung…  ich erinnere an die Predigt vom letzten Jahr  Achten sie auf die Marke -  diese Hausmarke hier ist jene von Mautner Markhof…
Aber wir alle haben auch unsere eigene Marke, achten wir darauf, dass unsere Eigenart nicht aufgeht in dieser Welt!

Amen.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Ihr Männer von Galiläa,

Ihr Männer von Galiläa,
was steht ihr da und schaut zum Himmel?
Der Herr wird wiederkommen, wie er jetzt aufgefahren ist. Halleluja.



Was verbinden wir mit einer Himmelfahrt?

-          Feuerrösser, Himmelswagen, Raketen, … (eine Gummirakete fliegt durch den Kirchenraum…)

Hat einst Juri Gagarin nicht berichtet er hätte Gott dort oben nicht gesehen?

Eugen Drewermann versucht uns immer wieder auf die ursprünglichen Bilder der Bibel hinzuweisen, die mehr aussagen mit ihrer Bild-ungskraft als mit den angeblichen Fakten.
Nach wie vor gibt es viele Gläubige, die einfach wortwörtlich glauben wollen… und es teils auch können…

Welches sind die Bilder die hier vorgestellt werden?
Verkündet eine Frohe Botschaft – Evangelium – Froh- nicht Droh-Botschaft! – allen Geschöpfen – erlöste Natur!
Durch Taufe, Umkehr geschieht dies – Rettung… ohne Glaube bleibt eine verdammt nüchterne Bilanz.
Zeichen geschehen. Wo sind die Dämonen, die heute auszutreiben wären?
Profitgier, Ausbeutung, Ignoranz, Nationalismus, Fundamentalismus…
Welche Sprachen müssen wir heute sprechen? Liebe, Facebook? Netspeak?
Welche Schlangen können wir uns trauen anzufassen, welches tödliche Gift können wir neutralisieren?
Vorurteile abbauen, Hindernisse überwinden…
Welche Krankheiten können wir heute heilen, wenn wir die Hände auflegen, unsere Sozialabgaben leisten?


Drewermann postuliert Jesus als den Anti-Himmelfahrtshelden… nicht wie die antiken Vorbilder mit Superkräften…
Er sieht Himmelfahrt als das gemütlichste, geruhsamste aller Kirchenfeste… sanft und unaufdringlich…

Lassen wir dieses Bild – ur-Bild – archetypisch auf uns wirken …

Sehen und spüren wir es… meditieren wir es…
Hier den Himmel (Himmelsbild)…hier die Wolken … himmlische, gesegnete Watte…
Nehmen wir diesen Himmel mit – er ist immer bei uns… in himmlischer Ruh….

…

Amen

Sonntag, 8. April 2012

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt….

Predigt: 5. Fastensonntag  LJ B / 25.3.2012

Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt….

Ein Symbol. Alt, beeindruckend; Basis für unsere Zivilisationen. Erst als der Mensch lernte sich von Ackerbau zu ernähren, wurde die Gemeinschaft und die größere Zusammenarbeit und die komplexere Arbeitsteilung möglich!...

Ägypten! -  Das Land in welchem die Zivilisation mit dieser komplexen Form der Staatsentwicklung begann und bleibende Monumente schuf die bis heute bestehen. Die Kultur ging verloren. Der damals gelegte Grundstock und die gedanklichen Samen, sie gelten bis heute und bringen nach wie vor Frucht!

-         Das Bild vom Weizenkorn … Symbol … Jesus, der Theologe Johannes, greift es auf!...

Schon im alten Ägypten ist dieses gebräuchlich -  eine unsterbliche Seele und dennoch ein Übergang durch den Tod….

Und dennoch; die Hochkultur Ägyptens mit den Errungenschaften die wir so preisen… auch die Errungenschaft der Sklaverei gehört dann dazu… die Schattenseite. Das unterdrückte Volk; die Fremden, sie sind damals schon Thema… wie heute. Und das Volk, dessen Errettung aus der Knechtschaft wir bald in Ostern feiern…das unsere Wurzel für das Christentum ist, es ist nach wie vor ein verstocktes Volk, so wie auch wir Christen verstockt sind. Die Vision des Propheten Jeremia, dass das Gesetz in unsere Herzen gelegt sein möge, sie ist nach wie vor schall und rauch… Das Judentum, welches schon so viel Verfolgung erlitten hat und erleidet, es bleibt  -um es mit prophetischen Worten auszudrücken: „Jerusalem als Taumelschale für die Völker!“ ja für die ganze Welt…

Sacharja 12,1-3 erinnern: „Ausspruch des Wortes des HERRN über Israel. Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Erde gründet und des Menschen Geist in seinem Innern bildet: Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum; und auch über Juda wird es kommen bei der Belagerung von Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich Jerusalem zu einem Laststein für alle Völker machen: Alle, die ihn aufladen wollen, werden sich gewiss daran verwunden. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.“

Und auch wir Christen… die Story um den Schwulen PGR  - die röm.kath.Kirche – blamabel.
Nicht dass es bei uns nicht auch Blamables gebe… unsere Strukturen haben halt Veränderungen und Lernprozesse ermöglicht.
Nicht dass es bei uns nicht auch Blamables gebe… wir haben vor unseren Türen auch immer wieder zu kehren…  wir sind uns der Aufgabe bewusst… Wir sollen Licht sein und bringen oft nicht genügend Funken für das Feuer der Begeisterung…

Jesus legt sich wie das Weizenkorn… hin zum Schlaf des Todes – und vertraut auf das Auferstehen der Frucht – vielfältig..


Legen auch wir, symbolisch, uns und unsere Kraft in den Schlaf des irdenen Bettes der Erde.

Tun wir dies und schauen wir ob es Ergebnisse bringt… Frucht bringt!


Ich habe Samen mitgebracht.
Wir gehen jetzt hinaus in den Garten dieser Kirche, und obwohl wir weggehen von hier, das ist unser letzter regulärer Gottesdienst hier….legen wir Samen, hoffen wir dass Samen wachsen werden, vielleicht ernten nicht wir… aber Hauptsache es wächst..


(Und zumindest die Kressesamen sind herrlich aufgegangen!)

Die Wirkungsgeschichte der Auferstehung:

Die Wirkungsgeschichte der Auferstehung:

Predigt zum Ostermontag 2012

(Ausgehend von den Lesungen:)

Die Apg und darin Petrus argumentiert mit der Heils-Geschichte… und damit dass Geist ausgegossen wird…

Paulus legt noch mal dar, dass er ein Evangelium verkündet hat… und er benennt Zeugen; die 12, 500 weitere Brüder…. Die Apostel

Und er selbst nennt sich auch als Zeugen… als unerwarteten Zeugen…… und wir sind es heute, Diese Zeugen!  -Männer und Frauen (?)

Aber er sagt auch: ob nun ich verkündige oder die anderen… es geht um die Botschaft.

Das Evangelium nach Lukas ist heut der Klassiker: Emmaus…

Hier passiert das, was wir heute hier auch tun. Wir erkennen Jesus beim Lobpreis der über das Brot gesprochen wird.
Gleichsam das „Erste Abendmahl“ nach der Auferstehung, das Modell für das was hier heute passiert – damals noch gänzlich ohne jede kirchliche Hierarchie!
Ich, als Diakon tue Sakramentenrechtlich sogar „weniger“:
Aber ich frage mich, ich frage Euch, ist der Herr nicht schon unter uns gegenwärtig?
Brennt nicht unser Herz auch jetzt schon?

Ich möchte die heutige Geschichte aus der Position heraus erzählen, die gar nicht erwähnt wird:

Aus der Sicht des leeren Grabes und den Leinentuches darin…
Der Altar hat nach wie vor – als Erinnerung an das Grabtuch Christi – ein weißes Linnen da liegen!

Was hat das Leinentuch wohl zu berichten?

Es wurde gemacht. Wohl von Frauen, die hatten Zeit dazu, so wie auch heute in der Welt die Frauen oft die „billigsten“ Arbeitskräfte sind, wenn sie denn überhaupt ein eigenes Einkommen erhalten. (Equal Pay Day)
Das Leinentuch wurde dann hergenommen um einen Verstorbenen einzuwickeln. Ein Gekreuzigter, wohl ein Schwerverbrecher oder ein „Terrorist“ würden wir heute meinen.
Und dann irgendwann in der Nacht, kurz vor Morgengrauen, das Leinentuch träumte gerade von einer glanzvollen Zukunft als Teil eines Krönungsgewandes für einen König, da verschwand der Leichnam. Das Leinentuch konnte sich nicht erinnern, ob er sich einfach in Luft auflöste oder ob vielleicht jemand den Körper entwendet hatte – wie es darnach die „anti-christliche“ Propaganda lancierte. (Mt. 28.15)

Jedenfalls bemerkte das Leinentuch, dass es licht wurde und sich Schritte näherten. Stimmen waren hörbar. Frauenstimmen. Das Leinentuch erkannte gleich ihre Stimmen. Maria, die aus Magdala und Maria, genannt die andere Maria… Sie hatten vor zwei Tagen schon bei der Grablegung geholfen. Als die Frauen das leere Leinentuch sahen, wurden die Stimmen lauter. Verwunderte Rufe! Diebstahl! wurde geschrien! Aber es gab noch viel mehr Licht, sodass das Leinentuch gar nichts mehr sehen konnte, so geblendet war es. Jemand sprach: „Fürchtet euch nicht…“ und gab den Frauen Handlungsanweisungen…
Wer dieser Jemand war, dazu konnte das Leinentuch später keine Auskünfte mehr geben. Es war ja auch nur ein Leinentuch. Was konnte es schon groß bezeugen?

Wer kann denn auch Zeugnis ablegen für das was geschehen ist?
Eine Frau? Nicht mal zwei Frauen!
Wir haben es ja in den heutigen Lesungen gehört oder besser auch nicht gehört.  Petrus redet von den 11 – allesamt Männer! Paulus, der natürlich erst recht: die 12, die 500 „Brüder“ – gr. „adelphoi“ –bestenfalls „mitgemeint“. Jakobus wird namentlich erwähnt und alle Apostel. Sind vielleicht bei den Aposteln auch einige Frauen dabei? Gut möglich! Bestimmt sogar!

Die vom Leintuch in unserer Geschichte erwähnte Maria, die von Magdala, wird auch als Apostelin der Apostel bezeichnet, weil sie es ist, die die Nachricht von der Auferstehung den anderen kundtut! Aber Frauen wurden als Zeugen heute nicht genannt! – Bestenfalls: Zitat Lk.24,22:“ Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt“
Für mehr reicht es nicht? – Gut es war damals ein Männerrecht: Frauen nicht Zeugnisfähig. Ist es diese Lehre die die röm.kath. Kirche nach wie vor aus den Berichten zieht: „Keine Frauen am Altar!?“
Ist es das wirklich? Der Weisheit der heutigen Lesungen letzter Schluss?

Ich habe einen Zeugen für das Geschehen in jener Nacht, der Osternacht mitgebracht:

- Was ist das? – Einwenig klein für ein Brillenputztuch? Ja, es ist auch keine Microfaser: Baumwolle: das Linnen unserer Zeit!

Ein Stück vom Leinentuch. Es erzählt uns gerne die Geschichte und was darnach noch alles geschehen ist. Es trägt das Symbol dafür aufgedruckt: den Fisch – das Erkennungszeichen der Christen … der Fisch war zuerst mehr „Logo und Brand“ war mehr „Erkennungs –Marke als das Kreuz! 

-         Austeilung der Leinenstücke

Doch zurück zu meiner letzten großen Frage: Ist es das wirklich? Der Weisheit der heutigen Lesungen letzter Schluss? Keine Frauen?

Die Lesungen selbst geben mir die Antwort, uns zwar in dem Teil, den wir heute nicht gelesen haben… Apg Vers 15-22 ließen wir aus. Wäre ja sonst zu lange geworden!

16 sondern jetzt geschieht, was durch den Propheten Joël gesagt worden ist:
17 In den letzten Tagen wird es geschehen, /
so spricht Gott:  / Ich werde von meinem Geist ausgießen / über alles Fleisch. / Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, / eure jungen Männer werden Visionen haben, / und eure Alten werden Träume haben.
18 Auch über meine Knechte und Mägde /
werde ich von meinem Geist ausgießen / in jenen Tagen und sie werden Propheten sein.
21 Und es wird geschehen: /
Jeder, der den Namen des Herrn anruft, / wird gerettet.

Amen!